Ohne Ziel geht nichts.

Seit langem hegte ich einen Traum: Eine Velotour, bei der ich jedes Land in Europa besuche. Leider ist daraus bis heute nichts geworden. Nie habe ich mir detailliert Gedanken gemacht, wie das alles funktionieren könnte, welche Konsequenzen das haben wird und wie man sich überhaupt auf ein solches Projekt vorbereitet. Zudem habe ich ja einen Job, ein Umfeld, Hobbies zu Hause, etc. Offensichtlich geht es

 

ohne ein klares Ziel eben doch nicht.

 

Und einen Plan beginnt man auch erst zu schmieden, wenn ein Ziel gesetzt, resp. ein Entscheid gefällt ist.

 

Die Brüder Höppner (@hoepner_hoepner) mit ihrem Projekt #berlin2shanghai und unzählige andere hatten mich in der Zwischenzeit inspiriert, meinem Traum  ein Ende zu setzen und der Umsetzung eine Chance zu geben. An einem grauen Sonntag im April 2019 hatte ich wieder einmal in eine Dokumentation über das Reisen mit dem Velo reingezappt. Und nach ein paar Minuten war mir klar: Wenn nicht jetzt, wann dann? Und: Wenn, dann gleich etwas Richtiges mit dem geflügelten Motto:


In 365 Tagen 360 Grad um die Welt.

 

Hier und jetzt kann ich natürlich nicht alles stehen und liegen lassen. Schliesslich befinde ich mich in einem Arbeitsverhältnis bei e-domizil und e-hoi und habe da spannende Aufgaben. Zudem besitze ich zwar einige Velos, aber keines dieser erfüllt den Zweck eines Vehikels für eine Weltreise. Kommt noch dazu, dass ich seit den verregneten Campingerlebnissen an Openairs, im Militär und nach meiner USA-Reise im 2006 auch keine Nacht mehr im Zelt verbracht hatte. Abgesehen von Dingen wie Visa, Versicherungen und anderen administrativen Vorbereitungen gibt es ja auch noch eine Route, die +/- geplant werden muss. 

 

All diese Dinge brauchen Zeit und Musse. Dafür plane ich knapp ein Jahr ein, um danach - so gut wie man eben vorbereitet sein kann - beruhigt die grosse Reise antreten zu können. Losgehen soll es aller Voraussicht nach am 18. April 2020. 

 

Ich freue mich ausserordentlich auf das Abenteuer!       

Reisetagebuch

In meinem öffentlichen Reisetagebuch - auf neudeutsch Blog - berichte ich vor und während der Reise sporadisch von den alltäglichen Herausforderungen, Freuden und Sorgen.

Ernest Hemingway werde ich dabei sicher nicht konkurrenzieren. Ich hatte mich aber im letzten Dezember mit ihm schon ausgiebig unterhalten und mir doch den einen oder anderen Schreibtipp geben lassen ;-).